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Alte Blogs löschen oder nicht?

Webmaster-Friday - veraltete Blögs löschen oder nicht?

Alte Blogs löschen oder nichtWie jede Woche fragt Martin Mißfeld die Gemeinde der Bloggenden, wie es um das Löschen von alten oder veralteten Blogartikeln steht. In seinem Blogpost schreibt Martin, dass Blogartikel auch altern, wie eben so ziemlich alles und fragt, was man mit diesen Blogposts tun sollte. Löschen, aktualisieren oder nochmals überarbeiten?

Ich sehe einen Blog als Projekt, das stets gepflegt werden will. Qualitativ hochwertig sollen die Inhalte und Beiträge natürlich auch sein. Sie sollen informieren, begeistern und wo nötig, die Nutzer zum Austausch oder zur Kontaktaufnahme animieren.

Beispiel CM-Systeme und Foren hinsichtlich Aktualität

Wenn ich mich mit technischen Problemstellungen zu CM-Systemen (vorgefertigte Systeme für Webseiten mit einem sog. Backend in dem man Artikel auf grafischer Oberfläche in MS Word-ähnlicher Umgebung erstellt) widme, lese ich oft Beiträge, die sich auf ältere Versionen dieser Systeme beziehen aber grundsätzlich für das neueste System relevant sind.

Einerseits, weil sie zum System Hintergrundwissen vermitteln, andererseits weil oft auch Techniken aufgezeigt werden, die ich noch nicht kenne. Weil diese Systeme noch relativ neu (dennoch aber weiter ausreifen) sind, würde meine Suche nach einem guten Ergebnis am Löschen nicht so aktueller Inhalte möglicherweise scheitern und mir erhebliche Arbeit in der weiteren Bearbeitung der Problemstellung bereiten (z. B.: Dokumentation lesen, selbst einen Forenpost schreiben). Oft lernt man beiläufig Wesentliches, das vielleicht nicht zur aktuellen Problemstellung passt, die Arbeit aber zukünftig erleichtert. Nicht jede Suche führt eben direkt zum Ziel - manchmal kennt man gewisse fachspezifische Terminologien schlicht nicht, da hilft ein alter Foren- oder Blogbeitrag durchaus mit seinen Nebeninformationen.

Google und das Alter von Informationen

Google bietet seit geraumer Zeit in den Suchergebnissen Hinweise zum Veröffentlichungsdatum des Blogposts oder der Webseite; sofern ein Datum auf der Seite vorhanden ist. Für Suchende ist das ein guter Indikator hinsichtlich der Aktualität von gefundenen Suchergebnissen, der auch dazu anregt, selbst nachzudenken und gefundene Informationen einzuschätzen. Letztlich schätzt Google die Güte eines Ergebnisses anhand der "Bounce-Rates back to SERPs" (Wert, der Anzahl von zurückkehrenden Nutzern zu den Ergebnisseiten von Google analysiert, wenn die Verweildauer kurz war) ein, dennoch stellt sich bei diesem Verfahren auch die Frage der Qualität, oder besser Qualifizierung, der Suchanfrage. Stichwort: fachspezifische Terminologien.

Auswirkung von Aktualität auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Google findet Aktualität sexy und ist sehr schnell bei der Indizierung neuer Seiten und Inhalte. Wenn es um Nachrichten geht, dauert es teilweise nur wenige Minuten, bis Google eine Seite im Index gelistet hat. Google nennt das QDF: Qualität braucht Aktualitat (quality deserves freshness) und erhebt für sich selbst damit den Anspruch, beim Crawling von Webseiten möglichst schnell zu sein.

Für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet das, dass Projekte hinsichtlich ihrer Informationsvielfalt stetig wachsen sollten und auch, dass man nirgends ein Datum verwendet. Mit meinem Blogpost zur WDF-IDF Analyse des Begriffes SEO Köln stelle ich fest, dass ein Datum im Blogpost auch bedeuten kann, dass man bei Themen, die weniger der Aktualität aber Informationsqualität dienen (also Informationen, die nicht Nachrichten sind) mit einem Datum im Blogheader nicht unbedingt das Glück hat, dauerhaft hohe Positionen im Google-Ranking zu erreichen. Aus diesem Grund erweitere ich das Projekt stetig und lasse es wachsen - ein wichtiges Rankingsignal für Qualität.

Verschiedene SEO-Kollegen empfehlen, nirgends ein Datum zu nutzen. Die Erfahrungen, die ich gerade damit sammle, scheinen das zu bestätigen.

Alte Beiträge löschen oder nicht - Fazit

Abschließend denke ich, dass alte Informationen oder Projekte sich ohnehin "von selbst" erledigen. Wenn ein Projekt nicht mehr gepflegt wird, leidet auch Qualität und Aktualität und wenn den Betreiber die Lust verlässt, wird der Domainvertrag ohnehin nicht verlängert - die Webseite / der Blog verschwindet.

In einzelnen Fällen halte ich es für fair, auf die neuesten Informationen in den älteren Beiträgen hinzuweisen. Große Nachrichtenseiten tun das zum Themenkomplexen oder Personen und versuchen so, zu kategorisieren. In Blogs findet man oft Tag-Clouds oder Kategorien. In geplegten Blogs gibt es am Anfang des Posts Hinweise zu neueren Informationen.

Qualität heißt auch, sich irren zu dürfen und diesen Irrtum zu kommunizieren - vielleicht hilft das dem Einen oder Anderen bei der Einschätzung eines Themengebietes und wenn die Informationen schlicht falsch sind, gibt es bei entsprechend großer Leserschaft zumindest Protest oder Anregungen. In diesem Fall würde ich dazu tendieren, den Blogpost zu löschen, denn manchmal ist das Auslassen von "Informationen" eben auch ein Zeichen von Qualität.

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